Wussten Sie, dass …

… Karl V. und sein Hofstaat die ersten waren, die die Trinkschokolade, die Cortez 1528 nach Toledo mitbrachte, probierten? Im 17. Jahrhundert konnte man in Madrid Schokolade bei Straßenhändlern kaufen, den Chocolateros. Schmuggler brachten das Getränk dann nach Italien, Flandern und Amsterdam, und schließlich gelangte es auch nach Frankreich, Deutschland und in die Schweiz.

… der österreichische Arzt Professor Rauch im 17. Jahrhundert der Meinung war, Kakao rege die Leidenschaften an? Aus diesem Grund hielt er das Getränk für Mönche für völlig ungeeignet. Nach einigen Diskussionen innerhalb der Kirche wurde sein Rat allerdings nicht befolgt.

… der spanische Historiker Gonzalo Fernandez de Oviedo 1530 sein Werk „Historia general y natural de las Indias”, eine umfassende historische Abhandlung über die Neue Welt, verfasste? Darin berichtet er unter anderem, dass die Indianer zehn Kakaobohnen für ein Kaninchen bezahlten, einhundert für einen Sklaven und zehn für eine Prostituierte. Für Kakaobohnen konnte man also im präkolumbianischen Amerika alles kaufen.

… der Ausschank von Schokolade 1699 in Antwerpen durch königlichen Aushang verboten wurde?

… 1774 in Sevilla für ein Pfund feiner Schokolade vier Mal so viel bezahlt wurde, wie für ein Pfund holländischen Käse; der Preis entsprach dem Doppelten des Tageslohns eines unbescholtenen Arbeiters.

… die Trinkschokolade in Frankreich vor allem wegen ihrer außergewöhnlichen Wirkung geschätzt wurde? Man sagte ihr nach, sie rege die Sinne an und wecke die Lust. So wurde Schokolade am Hof Ludwigs XV., vor allem dank seiner berühmten Mätressen, gang und gäbe. Madame du Barry etwa pflegte ihren zahlreichen schmachtenden Liebhabern eine Tasse warme und schäumende Schokolade zu servieren, und auch Madame de Pompadour tat sich daran gütlich, um das „Blut zu erwärmen“.

… die Schokolade, wie wir sie heute kennen, nicht dieselbe ist, wie diejenige, die Kaiser Montezuma und sein Hofstaat sich servieren ließen, wenn eine neue Kakaoernte eingeholt war. Damals wurde jedes Jahr nach dreizehntägigem Fasten ein rauschendes Fest veranstaltet. Dabei wurde die frische Schokolade in zweitausend Tassen aus feinstem Gold von ebenso vielen nackten Jungfrauen serviert …

… Napoleon, Sir Edmund Hillary und auch russische Kosmonauten und amerikanische Astronauten nie ohne Schokolade zu einer Reise aufbrachen? Auch in den beiden Weltkriegen gehörte Schokolade zur Versorgung der Soldaten.

… am 14. Mai der Gedenktag des Heiligen Matthias ist, des Schutzpatrons der Chocolatiers?

... Gianduja eine typisch piemontesische Schokoladenspezialität mit Haselnüssen ist? Die Bezeichnung „Gianduja" stammt von der gleichnamigen Figur des Spaßmachers aus Turin. Giandujas waren um 1850 die ersten Schokoladenstücke, die in Silberpapier gewickelt wurden.

... der erste Name des Kakaobaums AMYGDALA PECUNSIARIA (Mandelminze) lautete.

Die heutige wissenschaftliche Bezeichnung, THEOBROMA, ist auf den schwedischen Wissenschaftler Carl von Linné (1707 – 1778) zurückzuführen. Der Name der Gattung Theobroma stammt aus dem Griechischen: Theos bedeutet Gott, broma ist die Speise, also „göttliche Speise“. Der Kakaobaum gehört zur Familie der Sterkuliengewächse, die etwa 20 Gattungen umfasst.

... es zwei Arten von Grand-Cru-Kakao gibt:

  • den CRIOLLO-Kakao, der auf der Landenge von Panama gedeiht und
  • den FORESTERO-Kakao, der aus dem Stromgebiet des Amazonas in Brasilien stammt.

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